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Jubiläumsjahr 2015

55 Jahre Figaro Ebersbach

Denkt man sich ins Jahr 1960 zurück, so waren es 9 Friseure, die den Mut hatten, sich zu einer Gemeinschaft, der PGH Figaro, zusammenzuschließen. Private Friseure, die ab dem 01.02.1960 einen Vorsitzenden wählten, kauften nun gemeinsam Dauerwellen, Haarfarben, Haarwasser und Vieles mehr ein. Es entstanden ein Büro und ein Lager. Waren es anfangs nur wenige Mitglieder, so zeigten bald immer mehr private Friseure Interesse an der neuen Rechtsform.

Die Mitgliederzahl erhöhte sich ständig. Um auch Lehrlinge auszubilden, war geschultes Personal eine Grundvoraussetzung. Deshalb qualifizierten sich einige Friseure zu Meistern des Handwerks. Rechnet man nach, so sind in der PGH Figaro über 50 Lehrlinge ausgebildet worden, hauptsächlich ein Beruf für junge Frauen. Von ihnen war viel Geschick und Geduld gefordert – mühsam ist es eine Dauerwelle zu wickeln.

In der PGH ging es mit der Zeit immer moderner zu, Ladeneinrichtungen veränderten sich, auch Frisuren und Farben nahmen neue Dimensionen an. Mittels Badekappe wurden die ersten Strähnchen gefertigt. Doch es gab auch Probleme. Für den neuen Schüttelschnitt bedurfte es einer Rundbürste und eines Fönes– beides war in unserer Region schwer zu beschaffen. Es wurde getüfftelt und so entstand aus einer Flaschen- eine Fönbürste. Die Zeiteinteilung für Fönfrisuren musste gut geplant werden, denn nicht jede Mitarbeiterin hatte einen eigenen Fön.

Lehrlinge übten am Sonntag, in ihrer Freizeit, um der Prüfungskommission eine perfekte Frisur vorzuführen. Es gab manchmal Verzweiflungstränen, aber am Ende auch viel Freude, wenn die Lehrlinge der PGH Figaro Ebersbach mit guten Noten abgeschlossen hatten.

Dann kam die „Wende“. Die Rechtsform PGH gab es nicht mehr, und so wählten wir nach eingehenden Recherchen die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft (eG). Neben dem Weggang einiger Mitarbeiter und der Kündigung gemieteter Räumlichkeiten ereilte uns eine Flut innovativer Friseurartikel. Vertreter aller Branchen belagerten das Büro, um immer Teureres und Besseres zu verkaufen. Unsere 7 Filialen wurden renoviert und mit modernen Geschäftseinrichtungen ausgestattet.

In Ebersbach entstand 2001 ein Wellness-Salon, in dem mit sehr hochwertigen Produkten der Marke Paul Mitchel gearbeitet wird. Wir bestellten das Material u.a. bei der uns vertrauten Marke Londa und nahmen an vielen Weiterbildungen teil. Die Mitarbeiterinnen mussten sich viel Neues aneignen – Haareschneiden allein reichte nicht mehr aus. Plötzlich gab es 100 verschiedene Fönmodelle, Haarschnitte in jeder erdenklichen Ausführung, schicke Berufsbekleidung, bunte Umhänge und auffallende Haarfarben sowie Bürsten und Kämme in allen erdenklichen Variationen. Wir colorierten, stylten, modellierten, sprayten – alles wurde möglich.

Aber die Kunden wurden weniger – man verreiste und konsumierte all das, was es vorher nicht gab. Dank der Mobilität der Friseurinnen zählten fortan auch die Bewohner regionaler Heime zu unserem Kundenstamm. Der Herrenhaarschnitt kostete nicht mehr 0,95 Mark, sondern 5,00 DM, die Lockwelle nicht mehr 4,25 Mark sondern 10,00 DM. Auch Friseure zahlten mehr für Strom, Wasser, Miete und Material. Einige Kunden bevorzugten fortan den preisgünstigeren Haarschnitt im Nachbarland, aber wir überzeugen mit unserer Qualitätsarbeit.

Wir danken auf diesem Wege unserer treuen und auch der neugewonnenen Kundschaft für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir Friseurinnen lieben unser Handwerk und jedes zufriedene Lächeln von Ihnen ist für uns Bestätigung und zeigt, dass Sie unsere Arbeit anerkennen und schätzen.

Gedankt sei an dieser Stelle allen MitarbeiterInnen, den ehemaligen und gegenwärtigen Mitgliedern, welche die Friseurgenossenschaft Figaro vorangebracht, gestärkt und zu dem gemacht haben, was sie heute ist:

Ein erfolgreiches Kleinunternehmen mit 19 Mitgliedern.

 
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